So findet iTunes das iPhone oder das iPad wieder über WLAN

Das Problem

Die automatische Synchronisation des iPhones und iPads mit iTunes über WLAN ist eine tolle Sache: Man muss sich um nichts kümmern und hat automatisch die aktuelle Musik auf dem iPhone und die neuesten Apps vom dort gesichert. Wow, so einfach zu handhabende Lösungen liebt man!

Leider kriegt Apple aber offensichtlich nicht das Problem in den Griff, dass iTunes plötzlich kein iPhone oder iPad mehr findet. Dann wird natürlich auch nichts mehr synchronisiert. Zahlreiche genervte User-Kommentare belegen, dass ich mit diesem Problem nicht allein bin…

Die Lösung

Tatsächlich gibt es die Lösung eigentlich nicht, denn manchmal funktioniert die eine, manchmal die andere. Ich zähle hier alle mir bekannten Lösungen vor, die dabei zunehmend aufwendiger werden – und damit auch die Reihenfolge vorgeben, in der man sie sinnvollerweise durchprobieren sollte.

Erstmal prüfen…

Voraussetzung ist natürlich, dass in iTunes auch eingestellt wurde, dass das iPhone über WLAN synchronisiert werden soll. Erstmalig geht das nur, indem man das iPhone direkt übers Kabel per USB anschließt und in iTunes die Häkchen auf der Übersichtsseite zum iPhone setzt bei

  • Automatisch synchronisieren, wenn dieses iPhone verbunden ist
  • Mit diesem iPhone über WLAN synchronisieren

Das iPhone sollte dann automatisch in iTunes sichtbar sein, wenn sich Computer und iPhone im selben WLAN befinden. Wird das iPhone im Standby (Bildschirm ist dunkel) auf die Ladestation gestellt bzw. ans Ladekabel angeschlossen, dann sollte auch die Synchronisierung automatisch beginnen.

Also check

  1. In iTunes ist die automatische Synchronisation per WLAN für das iPhone aktiviert.
  2. Auf dem Computer läuft iTunes.
  3. Das iPhone ist im Standby.
  4. Es ist an das Ladekabel angeschlossen.

Wenn alles richtig eingestellt ist oder es schon einmal funktioniert hat, dann gilt es diese Tipps durchzuprobieren:

Erster Versuch: WLAN deaktivieren

Auf dem Computer iTunes starten, falls noch nicht geschehen. Dann dort das WLAN deaktivieren und wieder aktivieren. In den meisten Fällen genügt das schon, damit iTunes das iPhone wieder findet.

Zweiter Versuch: iPhone anschließen

Das iPhone wird erneut mit Kabel angeschlossen und synchronisiert, dann wieder ausgeworfen. Danach findet iTunes das iPhone auch wieder per WLAN, sobald man es auf die Ladestation stellt bzw. ans Ladekabel anschließt.

Dritter Versuch: Neustart von iTunes und iPhone

Das iPhone ausschalten und wieder einschalten, dann iTunes beenden und neu starten. Nun sollte das iPhone wieder gefunden werden.

Vierter Versuch: Neustart des Computers

Den Computer neu starten und dann iTunes wieder öffnen. Das iPhone ist wieder am Ladekabel angeschlossen und im Standby. Es sollte nun gefunden werden. Diese Lösung war bei mir bisher nur einmal notwendig, als ich ein ganz neues iPhone eingerichtet hatte, das mein altes ersetzt hat. Da die beiden iPhones dieselben Namen haben, kommt es hier bei iTunes möglicherweise zu Konfusionen, die nur durch einen Neustart behoben werden können.

Dennoch freue ich mich auf den Tag, an dem Apple dieses Problem fixt…

Gesprächstherapie mit dem iPhone: Tipps und Tricks zu Siri (iOS 6)

Mit Siri zu sprechen kann manchmal frustrierend sein. So hatte ich zum Beispiel gelesen, dass Siri in iOS 6 nun auch Apps starten kann, aber meine ganzen Versuche mit „Starte App-Name“ waren erfolglos, weil Siri immer meinte, ich wolle Musik hören. Ich bekam zwar schließlich heraus, dass das mit „Öffne App-Name“ geht, aber irgendwie dachte ich, ich sollte mal alles aufschreiben, was ich so herausgefunden habe. Ergänzungen sind willkommen!

Grammatik

Generell ist Siri ja recht flexibel. Das gilt auch für die Grammatik – Siri versteht verschiedenste Varianten wie:

  • „Zeige E-Mails an“
  • „Zeige E-Mails“
  • „E-Mails zeigen“
  • „E-Mails anzeigen“

Wobei all dies auch noch mit einem „Bitte“ davor oder danach ergänzt werden kann, wenn man auch mit Siri einen höflichen Umgang pflegen möchte.

Synonyme

Eine gewisse Flexibilität hat Siri auch was die Wortwahl angeht. Zusammen mit der flexiblen Grammatik ist das Grundvoraussetzung für die größtenteils intuitive Benutzbarkeit. Allerdings gibt es hier Einschränkungen, da manche Anweisungen erst aus dem Kontext eindeutig werden. Siri ist hierin oft erstaunlich gut, manchmal aber auch erbärmlich schlecht.

Einige Synonyme als Beispiel:

  • „starten“ = „(ab)spielen“ (bezieht sich auf Musik)
  • „Nachricht“ = „SMS“
  • „E-Mail“ = „Mail“
  • „Weg“ = „Route“

Aussprache

Siri wird auf die Stimme des Anwenders trainiert. Am Anfang sollte man Siri in ruhiger Umgebung nutzen, dann gelingt es ihr später verblüffend gut, die Stimme auch aus Hintergrundgeräuschen wie Straßenlärm oder (nicht zu lauter) Musik herauszufischen. Ich spreche mit Siri in normalem Hochdeutsch. Versteht Sie mich falsch, dann wiederhole ich noch einmal etwas langsamer und mit deutlicheren Pausen zwischen den Wörtern, was dann meist hilft.

Sehr interessant finde ich auch die Tatsache, dass Siri mich akustisch häufig nicht ganz richtig versteht, es aber doch schafft, meine Anweisung aus dem Kontext richtig zu verstehen. Zum Beispiel:

  1. Ich sage: Spiele „Songs in A Minor“
  2. Siri versteht: Spiele Songs in einer
  3. Siri erkennt: Ok, Wiedergabe des Albums „Songs in A Minor“

Steuerung

So lässt sich Siri nutzen um das iPhone zu steuern:

  • „Öffne App-Name : Startet die App App-Name. Siri ist erstaunlich gut im Erkennen der App-Namen. Falls es nicht auf Anhieb klappt, hilft es meist, englische App-Namen deutsch auszusprechen und umgekehrt.
  • „Spiele Musik: Startet den Musik-Player, wobei Musik ein Musiktitel sein kann, aber auch der Name eines Interpreten oder sogar eines Albums.
  • Zeig mir den Weg nach Ortsname: Startet die Karten-App, ermittelt die Route vom aktuellen Standort nach Ortsname und startet die Navigation.
    Tipp: Falls Siri den Ortsnamen nicht richtig versteht, hilft es oft zu sagen „Zeigen mir den Weg zur Stadt Ortsname“.
  • „Zeig mir den Weg nach Ortsname mit dem Bus“: Startet die Karten-App und zeigt verfügbare Apps an, die den Weg mit dem ÖPNV ermitteln könnte. Navigations-Apps anderer Hersteller nutzen diesen Weg, um sich für die Routenplanung anbieten zu können (getestet mit CoPilot).
  • „Erinnere mich morgen um 18 Uhr: Katzen füttern“: Legt eine neue Erinnerung „Katzen füttern“ an für den angegebenen Zeitpunkt. Neuerdings versteht Siri sogar Konstruktionen mit „zu“ korrekt (wie heißen die in der Grammatik?):
    „Erinnere mich morgen um 18 Uhr daran, die Katzen zu füttern“: Legt völlig korrekt die Erinnerung „Die Katzen füttern“ an (früher machte Siri daraus stumpf den Text „Daran die Katzen zu füttern“.)
  • „Wecke mich morgen um fünf“: Stellt den Wecker auf 5.00 Uhr und aktiviert ihn.

Informationssuche

Mit der Informationssuche habe ich nicht so viel Erfahrung. Das hat bei mir auch oft nicht geklappt. Was meist gut funktioniert, ist die Suche in den Kontakten oder im Internet.

  • „Zeige Name: Zeigt den Kontakt Name an. Ist Name nicht eindeutig oder hat Siri ihn akustisch nicht ganz korrekt verstanden, zeigt Siri alle Kontakte an, die gemeint sein könnten und fragt nach dem richtigen.
  • „Zeig‘ mir die E-Mails von Name: Startet die Mail-App, sucht in den lokal gespeicherten E-Mails nach solchen von Name und zeigt diese an.
  • „Zeig‘ mir die neuen E-Mails“: Zeigt die ungelesenen E-Mails an.
  • „Suche im Internet nach Begriff: Startet Safari und sucht mit Google nach „Begriff“ (oder nach dem, was Siri eben verstanden hat).
  • „Suche im Internet nach Kinoprogramm Ortsname: Startet Safari und sucht mit Google nach „Kinoprogramm Ortsname„. Leider kennt Siri selbst in Deutschland noch keine Kinoprogramme. Sehr schade, Apple!
  • „Wie wird das Wetter morgen?“: Zeigt die Wettervorhersage des aktuellen Standorts an – Siri kommentiert diese auch (z.B. „Nimm morgen lieber einen Regenschirm mit“).
  • „Wie ist das Wetter in Istanbul?“: zeigt das aktuelle Wetter in Istanbul an.
  • „Wo gibt’s in der Nähe ‚was zu essen?“: Zeigt Restaurants in der Nähe an, ruft den nächsten Eintrag auf und Siri fragt, ob man dort anrufen, die Route dorthin planen oder zum nächsten Eintrag gehen möchte.

Tipp: Kontakte, die in den Favoriten gespeichert sind, werden bevorzugt verwendet. Hier reicht der Vorname, wenn er eindeutig ist, und es wird ohne lange Rückfragen die in den Favoriten gespeicherte Telefonnummer verwendet. Siri versteht natürlich auch den Spitznamen, wenn er gespeichert ist.

Offene Fragen

Das konnte ich noch nicht herausfinden:

  • Kann Siri für mich die Einstellung „Nicht stören“ aktivieren?
    Sage ich „Bitte nicht stören“ zu Siri, dann antwortet sie, dass sie mich nicht stören wird und wie ich das in den Einstellungen ändern kann, aber sie macht es nicht selbst.

Missverständnisse

Die schönsten Missverständnisse, denen ich begegnet bin, zum Schluss:

  • „Weck‘ mich morgen um fünf Uhr mit Musik“
    Antwort von Siri: „Hier ist Massachusetts Institute of Technology – möchtest du dort anrufen oder die Route abfragen?“
    (Verwende ich „Wecke mich“ statt „Weck‘ mich“, dann versteht es Siri richtig.)
  • (an die anderen kann ich mich gerade nicht mehr erinnern)

Mehr

Hier noch ein paar nützliche Links:

Verschwundene Ereignisse in iPhoto wiederherstellen

Das Problem

Neulich sind bei mir alle Ereignisse in iPhoto verschwunden. Wie das genau passiert ist, weiß ich nicht. Ich habe versucht, aus Fotostream-Bildern ein Ereignis zu erstellen. Offensichtlich geht das nicht bzw. hat iPhoto dann etwas ganz anderes gemacht. Jedenfalls waren alle Ereignisse verschwunden oder genauer gesagt in ein einziges zusammengeführt. Ächz!

Nach längerem Googlen kam ich zu dem Schluss, dass andere dieses Problem zwar auch schon hatten, aber niemand eine Lösung gefunden hat. Oder zumindest nicht auffindbar veröffentlicht. Daraufhin habe ich selbst versucht, eine Lösung zu finden, was nicht leicht war. Deswegen beschreibe ich sie im folgenden.

Die Lösung

Der einfachste Weg, die iPhoto-Library mittels Time Machine wiederherzustellen schlug leider fehl, da während des Restores irgendwann die Meldung kam, dass irgendwelche Berechtigungen nicht stimmen und eine Wiederherstellung daher nicht möglich sei. Na toll! Nichts liebe ich mehr als das ungute Gefühl, regelmäßig Backups zu machen, die man im Notfall nicht mehr zurückspielen kann. @Apple: Das ist inakzeptabel!

Daraufhin wollte ich wissen, wo iPhoto eigentlich die Ereignisse speichert. Im Netz fand ich auch hierzu nichts, aber beim Durchstöbern der iPhoto-Library (Userverzeichnis/Bilder/iPhoto Library, dann mit Rechtsklick > Paketinhalt zeigen) fiel mir auf, dass im Verzeichnis Database Ordner namens Albums, Places etc. zu finden waren. Zwar gab es kein Verzeichnis „Events“, aber es war doch zu vermuten, dass die Ereignisse irgendwo in Database gespeichert sind.

Zum Glück war der Restore aus Time Machine so weit erfolgreich, dass das Verzeichnis Database wiederhergestellt worden war.  Ich habe also das defekte Verzeichnis aus der iPhoto-Library herausgezogen und das wiederhergestellte dort abgelegt. Dann noch schnell iPhoto gestartet (selbstredend, dass iPhoto beendet werden muss, bevor man an der iPhoto-Library herumdoktort, oder?) und siehe da: Pustekuchen!

Leider meldet mir iPhoto nun, dass die Mediathek aktualisiert werden muss, das aber nicht möglich sei, weil sie von einer neueren Version von iPhoto erstellt worden sei. Das ist natürlich Unsinn, aber Computer sind ja dickköpfig und gehen auf Diskussionen einfach nicht ein. Es war mir auch nicht möglich herauszufinden, wie iPhoto zu diesem Schluss kam, also wo diese Fehlinformation abgelegt ist.

Zum Glück fand ich dieses Mal im Netz relativ schnell eine Lösung: In ~/Library/Preferences (zu erreichen im Finder über Gehe zu > Gehe zum Ordner …) die Dateien com.apple.iphoto.plist und com.apple.iphoto.lockfile löschen und iPhoto wieder starten. Dieses Mal akzeptierte iPhoto die wiederhergestellte Datenbank und begann die Miniaturen neu zu erstellen. Das kann man abbrechen und später zu Ende führen, denn man möchte ja erst einmal wissen, ob die Ereignisse wieder aufgetaucht sind. Und siehe da: Alles wieder wie gehabt. Puh!

Fazit

Sehr enttäuschend finde ich, dass Apple hier gepfuscht hat, was die einfache Wiederherstellung der iPhoto-Library angeht. Bei den Recherchen zu diesem Problem bin ich auch auf Hinweise gestoßen, dass Time Machine die iPhoto-Library nur unvollständig sichert, wenn iPhoto zum Zeitpunkt der Sicherung läuft. Noch eine Enttäuschung. Und von jetzt an, werde ich iPhoto immer vollständig beenden, das ist sicher.

So bekommt man den iCloud-Kalendar in Thunderbird Lightning unter Windows integriert

Nach langem Googeln und Rumprobieren, habe ich endlich das Problem gelöst, meinen iCloud-Kalender im Kalender von Thunderbird Lightning meiner Mitarbeiterin angezeigt zu bekommen!

Das Problem

Als MacBook- und iPhone-User ist die Welt für mich eigentlich in Ordnung, denn die iCloud kümmert sich um alles. Und das klappt wirklich gut. Allerdings sind nicht alle so glücklich und müssen mit Windows arbeiten – oder wollen es gar. Apple liefert aber nur eine Lösung für Windows-Anwender mit MS Outlook. Wir ziehen aber Thunderbird als E-Mail-Client zusammen mit dem Lightning Add-on für die Kalenderfunktion vor. Das hat zusammen mit dem Add-on Provider for Google Calendar auch prima funktioniert, solange ich meine Termine bei Google eingetragen habe.

Mein erster Versuch war, die Apple-Lösung zu nehmen und mich mit einem Add-on für Exchange in die Apple-Lösung einzuklinken, aber ich habe es leider nicht geschafft, die passende Exchange-URL dafür herauszufinden. Eine Diskussion im Forum der Apple Support Communites hat mich schließlich auf die richtige Fährte gebracht.

Die Lösung

Die Lösung besteht aus mehreren Schritten. Damit es funktioniert muss ein Mac zur Hand sein, denn dort muss man den Windows-User als Mac-User anlegen. Zwar lässt sich mit der iCloud-Systemsteuerung von Apple eine Apple-ID anlegen, aber diese kann nur von einem Apple-Gerät aus für die iCloud aktiviert werden – ein Schelm wer Böses dabei denkt! Zum Glück ist das aber nicht allzu schwer: Einfach auf dem Mac einen neuen Account einrichten und dort die Apple-ID für die iCloud angeben, schon funktioniert dieser Part. Den Account auf dem Mac brauchen wir später aber noch ein weiteres Mal.

Außerdem brauchen wir Thunderbird und Lightning in der aktuellen Version. Mit Thunderbird vor Version 12 gibt es ein Problem und es klappt nicht, obwohl alles richtig eingestellt ist! Nicht probiert habe ich es mit der Standalone-Variante Sunbird, aber es dürfte dort ebenso funktionieren.

Im zweiten Schritt kann man jetzt die eigenen Kalender dem neu angelegten iCloud-Anwender freigeben. Im Moment geht das nur im Web-Frontend von iCal. Dort klickt man auf das Symbol rechts vom jeweiligen Kalender und kann ihn für einen anderen iCloud-Anwender freigeben. Nachträglich lässt sich dann auch noch die Freigabe ändern, so dass beispielsweise nur lesender Zugriff möglich ist. Der Eingeladene muss dann nur noch annehmen, schon ist der Zugriff möglich – von iCal aus.

Nun wird’s wieder knifflig. Auf dem Mac muss der Eingeladene nun unter seinem Account nach den CalDAV-URLs schauen. Dazu öffnet man den Finder, wählt im Menü Gehe zu… und gibt ~/Library/Calendars ein. Hier finden sich nun eine Reihe von Verzeichnissen mit kryptischen Namen. Eines davon sollte den Suffix .caldav haben – dieses interessiert uns im Detail. In diesem Verzeichnis gibt es eine Datei Info.plist, die wir mit Doppelklick öffnen und darin nach dem Eintrag PrincipalURL suchen. Die dort angegebene Adresse sieht etwas so aus:

https://pXX-caldav.icloud.com:443/1234567890/principal/

Das XX ist eine zweistellige Zahl, die 1234567890 ist unsere eindeutige ID. Mit dieser Information können nun schon einiges anfangen. (Steht in der URL nichts mit caldav.icloud.com, dann ist das ein anderer CalDAV-Kalender – in diesem Fall die anderen Verzeichnisse durchschauen.)

In Thunderbird Lightning legt man einen neuen Kalender an, wählt Netzwerk und CalDav aus und gibt die obige URL an, wobei man den Pfad principal/ durch calendars/ und den gewünschten Kalender ersetzt – in der Regel ist das home/ für den privaten und work/ für den geschäftlichen Kalender:

https://pXX-caldav.icloud.com:443/1234567890/calendars/home/

https://pXX-caldav.icloud.com:443/1234567890/calendars/work/

Nach dem Klick auf Fertig stellen müsste die Frage nach dem Login kommen. Hier die Apple-ID und das dazugehörige Kennwort angeben, und der iCloud-Kalender sollte geladen und angezeigt werden. Das kann ein bisschen dauern und manchmal ist auch ein Neustart von Thunderbird erforderlich – keine Ahnung weshalb.

Wie aber heißen die anderen Kalender, die freigegeben wurden? Da muss man noch etwas tiefer graben. In dem schon gefunden Verzeichnis mit dem Suffix .caldav gibt es weitere Verzeichnisse, die auch wiederum eine Info.plist enthalten. Dort findet man die (kryptische) Kalender-ID für die freigegebenen Kalender, und zwar in CalendarPath. Diesen Pfad muss man mit der schon oben herausgefundenen Domain kombinieren. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

https://pXX-caldav.icloud.com:443/1447509804/calendars/885B8C8D-88A8-8898-B880-98A8888C2878/

Aber welcher Kalender steckt in welcher Info.plist?  Das muss man wohl durch Probieren Herausfinden. Einfach den Kalender in Thunderbird Lightning wie oben beschrieben anlegen und dann schauen, welche Termine dann angezeigt werden. Daraus kann man dann schließen, welcher Kalender es sein muss und ihm den entsprechenden Namen geben.

Voilá! Elegant ist was anderes, aber es funktioniert! 😉

Das ist der zweite Teil meines Kampfs mit den verschiedenen Kalendern und Kalender-Clients. Der erste Teil findet sich hier:
So bekommt man den Kalender aus iCloud auf Android und den von Google aufs iPhone

So bekommt man den Kalender aus iCloud auf Android und den von Google aufs iPhone

Das Problem

Bis die iCloud kam, haben viele, die auch unterwegs Zugriff auf ihren Kalender brauchen, einen Google Calendar verwendet. Die iCloud drängte sich mir jedoch auf, sobald ich ein iPhone besaß. Die Synchronisation klappt auch wirklich gut. Nur hat meine Frau ein Android-Handy und benutzt weiterhin Google Calendar, daher stellt sich nun die Frage: Wie kann ich ihren Google Calendar sehen und sie meinen in der iCloud?

Die Lösung

Erste Voraussetzung ist, dass ich einen Google Account habe und meine Frau mir ihren Kalender freigegeben hat – was ja bereits der Fall war. Den Google Calendar meines Google Accounts auf dem iPhone und dem Mac einzubinden war relativ einfach – nachdem ich endlich herausgefunden hatte, dass man ihn eben nicht als Google-Account, sondern als Exchange Account einbinden muss. Das ist das ganze Geheimnis!

Um meinen iCloud-Kalender auf das Android-Handy meiner Frau zu bekommen, hat sie sich umgekehrt eine AppleID angelegt und ich habe ihr meine Kalender in der iCloud via iCloud Web-Frontend freigegeben.

Den Kalender aus der iCloud bekommt man dann mit SmoothSync sehr elegant auf Android (Kostenpunkt rund 2,50 €). Nach dem Download nur noch in dieser App die AppleID angeben, dann hat man die Kalender aus iCloud auch schon in der Kalender-App zur Auswahl.

Nun muss ich nur noch meinen iCloud-Kalender unter Windows auf Thunderbird einbinden. Leider gibt es von Apple zwar eine iCloud-Anbindung für Windows (ab Vista), auf den Kalender hat man jedoch nur mit Outlook Zugriff. Um den Kalender in Thunderbird pflegen zu können, braucht also einen Exchange-Zugriff. Dafür habe ich „Microsoft Exchange data provider for Thunderbird Lightning“ gefunden, den ich in Kürze ausprobieren werde. Mehr dazu dann wieder an dieser Stelle.

Nachtrag: Die Exchange-Lösung habe ich nicht gefunden – dafür eine andere:
So bekommt man den iCloud-Kalendar in Thunderbird Lightning unter Windows integriert